Kunstform

Die Gesetze der Euklidischen Geometrie, Symmetrie und der „Goldene Schnitt“ bieten die Grundlage für das Zusammenspiel von künstlerisch-intuitiver Konstruktion und mathematischer Absicherung. Starre Proportionen der Geometrie werden herausgelöst und künstlerisch verfremdet. Das endgültige Bild entsteht als Resultat der Loslösung von einer Konstruktionsmatrix, die die Ankerpunkte des Bildes definiert und nach dessen Erzeugung wieder entfernt wird.

Die verwendeten Elemente der Euklidischen Geometrie, die zu den ästhetischen Proportionen führen, brauchen sich dem Betrachter nicht zwingend zu erschließen. Die Figur selbst vermittelt, als Ergebnis eines experimentellen künstlerischen Schaffens, das visuelle Erlebnis. Damit sich der Betrachter aber in einem zweiten Schritt die verborgenen Schritte meiner Bildkonstruktionen vor Augen führen kann, können bei ausgewählten Bildern Kurzbeschreibungen, die die Entstehung des Werkes und damit meine Vorgehensweise verdeutlichen, eingesehen werden.

Die künstlicherische Idealvorstellung meiner Arbeiten lässt sich treffend mit einem Zitat aus der Islamischen Kunst um 1100 beschreiben. „Wenn jede für ein Ding mögliche Vollkommenheit an ihm in Erscheinung tritt, so ist das die äußerste Stufe der Schönheit . . .“ [Al-Ghazali (1058-1111), Kimiya al-Sa’ada (das Elixier der Glückseligkeit)]. Meine Werke suchen nicht nach Bedeutung, aber vielleicht können sie zu einem kreativen Dialog zwischen Wissenschaft, Design und Kunst einen Beitrag liefern.